Das Malaysische Kampfhuhn
Ursprung und Geschichte des Malaien-Kämpfers
Der Malaiische Kämpfer hat seine Wurzeln in Südostasien, insbesondere zwischen Siam und Malaysia. Von dort aus verbreitete sich die Rasse zunächst in Ländern wie Japan, Indien und Australien, bevor sie den Rest der Welt erreichte.
Sie kam um 1830 dank Oberst Sykes nach Europa. Schon die ersten Exemplare dieser Rasse stießen bei Züchtern und Gelehrten auf großes Interesse, beeindruckt von ihrer Morphologie, die sich so sehr von den damals bekannten Hühnern unterschied.
Ihre besondere Konformation stellte die Annahme in Frage, dass alle Hühnerrassen von einem einzigen gemeinsamen Vorfahren, dem Gallus gallus, abstammten. Charles Darwin jedoch hielt an seiner Evolutionstheorie fest und führte die besonderen Merkmale der Rasse auf einen langen Prozess von Kreuzungen und Selektionen zurück.
Körperbau und richtige Ernährung
Der Malaiische Kämpfer ist ein imposantes Huhn: Erwachsene können eine Höhe von 70-80 cm erreichen. Der Körper ist massiv, kompakt und muskulös, mit einer Struktur, die sich vorne verbreitert und zum Schwanz hin verschmälert. Die Schultern sind deutlich ausgeprägt und tragen zu seinem stolzen Erscheinungsbild bei.
Die Flügel sind recht kurz und nicht besonders geeignet, einen so schweren Körper zu tragen. Die Beine hingegen sind lang, robust und kräftig, was schnelle Bewegungen und eine gute Fähigkeit zum Scharren auch auf festem Untergrund ermöglicht. Die Zehen sind gespreizt, lang und mit scharfen Krallen versehen.
Der Kopf ist breit, mit einer prominenten Stirn. Schnabel und Rachen sind weit geöffnet, eine Eigenschaft, die es diesen Tieren ermöglicht, auch große Nahrungsmengen, einschließlich kleiner Tiere, aufzunehmen. Der Kamm ist niedrig, breit und kissenförmig, in leuchtendem Rot; die Kehllappen sind reduziert.
Aus produktiver Sicht ist der Malaiische Kämpfer nicht besonders fruchtbar: Er legt durchschnittlich zwischen 70 und 120 Eier pro Jahr.
Es handelt sich außerdem um eine langsam wachsende Rasse. Ihr robustes Knochengerüst benötigt Zeit zur vollständigen Entwicklung; die volle körperliche Entwicklung wird in der Regel zwischen zwei und drei Jahren erreicht.
Für ein gesundes Wachstum benötigt er große Grasflächen, Bewegungsfreiheit und regelmäßige Sonneneinstrahlung, die für die Vitamin-D-Synthese und eine korrekte Skelettbildung unerlässlich ist.
Die Ernährung muss reichhaltig und energiereich sein, stets ausgewogen gehalten werden und gelegentlich auch kleine Mengen Rohfleisch ergänzt werden können.
Temperament und Kuriositäten
Obwohl das Aussehen, besonders durch den intensiven Blick, der durch die Schädelform betont wird, streng erscheinen mag, ist der Malaiische Kämpfer im Allgemeinen ruhig und sanft zu Menschen. Oft entwickelt er eine starke Bindung zu demjenigen, der sich täglich um ihn kümmert.
Es ist jedoch wichtig, Vorsicht walten zu lassen, wenn man ein neues Exemplar in eine bereits bestehende Gruppe einführt. Die Einführung muss schrittweise erfolgen, da eventuelle Konflikte schnell eskalieren können.
Es gibt auch eine Zwergversion des Malaien-Kämpfers, eine eigenständige Rasse mit eigenem Standard. Diese Variante wurde in England Ende des 19. Jahrhunderts durch Kreuzungen zwischen dem Malaien-Kämpfer, dem Assel und anderen Zwergkampfhuhnrassen gezüchtet.
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